Abofallen im Internet II - Verhaltensregeln

So verhalten Sie sich richtig

Gehört haben viele Internetnutzer schon einmal davon, auf solche Fallen hereingefallen sind aber auch schon sehr viele. Lesen Sie hier was eine solche Falle kennzeichnet und wie Sie sich dagegen wehren können. Auch wenn wir solche Sachen moderat ausdrücken konnten, wählen wir hier bewusst die Bezeichnungen "Abzocke" und "Falle" - die Vielzahl dieser fragwürdigen Fälle und die Methoden der Beitreibung der Kosten rechtfertigen diese Bezeichnung.

Melden Sie sich einfach an...

Oft gelangt man durch geschicktes Marketing über eine Suchmaschine auf einer Webseite, bei der die gesuchte Information oder ein kostenloses Programm scheinbar vorhanden ist. Man muss sich eben nur schnell einloggen oder wenn man noch nicht dort war einfach registrieren. Einen solchen Vorgang kennt man von den meisten Internetforen, die lediglich eine kostenlose Registrierung verlangen, um die Seiten durchblättern oder das gesuchte Programm herunter laden zu können. Doch nicht jeder schaut genau aus dieser Erfahrung mit den kostenlosen Foren auf das Kleingedruckte, was durch einen Link oder nicht wirklich deutlich lesbar auf der Seite mit dem Anmeldebutton vermerkt ist. So meldet man sich nicht nur an, sondern schließt ein Abo über eine bestimmte Laufzeit ab.

Allein heute morgen haben wir in unserer Kanzlei zwei neue Fälle erhalten, in denen erst ein Brief eines Rechtsanwaltes unseren Mandanten zeigte, dass sie ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen haben und nun die Abogebühren zzgl. der Mahn- und Anwaltskosten tragen sollen. So fordert z.B. Rechtsanwalt Olaf Tank aus osnabrück für die Antassia GmbH aus Mainz die jahresgebühr in Höhe von 96,00 EUR. Das angeblich abgeschlossene Abo auf top-of-software.de selbst soll auf 2 Jahre laufen.

Ob Sie nun eine Email von einem solchen Anbieter oder Post von Kollegen erhalten, diese Fallen sind offensichtlich eine sehr gute Einnahmequelle. Andernfalsl würden nicht täglich neue Ideen zur Abzocke auf diesem Weg geboren werden.

Abofalle vs. seriöses Angebot

Sicher, es gibt auch viele kostenpflichtige Angebote im Internet, die keine Abzocke und keine Abofalle sind. Wie erkennen Sie so ein Angebot? Wer nichts zu verbergen hat, bekennt sich offen zu den Preisen, die gezahlt werden müssen. Also wenn bei einem Anmeldeformular sehr deutlich und in unmittelbarer Nähe zum Button "Absenden" bzw. "Anmelden" ein Preis genannt wird oder gar dieser explizit durch eine Eingabe des Betrages oder eine Auswahl aus verschiedenen Optionen jedem Verbraucher klar werden sollte, dass dies etwas kostet, so ist das nicht nur transparent sondern der erste Ansatz für ein seröses Angebot. Grundsätzlich sollte es in Ordnung sein, wenn z.B. durch eine kostenpflichtige "Premiummitgliedschaft" ein Forum gefördert wird oder ein Anbieter sein Geld verdient - wenn dann auch ein entsprechender Zweck oder Mehrwert dahinter steckt und der Vertragspartner genau weiss, was ihn diese Mitgliedschaft kostet. Bei Abofallen ist genau dies nicht erkennbar oder der Inhalt hinter der Anmeldung ist nicht wirklich das wert, was vorher versprochen wurde.

Verhaltensregeln

  • Behalten Sie Ruhe, Zahlen Sie nicht unüberlegt.
  • Informieren Sie sich über den Anbieter oder das Angebot. Oft ist in Internetforen schon eine Diskussion über das Angebot entbrannt. Die Verbraucherzentralen helfen bei solchen Problemen gern weiter - und eben auch der spezialisierte Anwalt erkennt schnell, ob eine Falle oder eine berechtigte Forderung vorliegt.
  • Wählen Sie Ihre Methode der Problemlösung aus: Ignorieren oder anwaltliche Hilfe. Entweder Sie haben gute Nerven und...

Die Pflicht ruft - Artikel wird bald fortgesetzt!



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